Arbeitsvolumen

Im Buch „Peopleware“ von DeMarco und Lister wird die Annahme adressiert, dass manche Vorgesetzte gern denken, Arbeit nehme immer den vollständigen Zeitraum ein, der zur Verfügung steht, weshalb man den Mitarbeitenden Deadlines setzen muss, damit eine Aufgabe in bestmöglicher Zeiteffizienz erfüllt wird.

Die Autoren setzen dem entgegen, dass motivierende Aufgaben automatisch auf ihre Erfüllung drängen, da Menschen gerne Dinge schaffen, erreichen, erledigen, bewältigen – wenn sie sich dazu entsprechend bestmöglich motiviert fühlen.

An dem Postulat „Arbeit nimmt maximal verfügbare Zeit ein“ ist aber etwas Wahres dran, wenn man an die Beziehung zwischen Arbeit und Lebenszeit denkt.

Arbeit zieht nicht von selbst die Notbremse, wenn der Feierabend erreicht ist. Arbeit hört außerhalb der Dienstzeiten nicht auf zu existieren. Arbeit hat immer Bedarf nach Erledigung und pflanzt sich munter fort und gibt man Arbeit zusätzliche Zeit – abends, am Wochenende, im Urlaub – dehnt sich Arbeit in jeden kleinen freien Moment hinein aus.

Arbeit in niemals satt in Sachen Konsumtion von Arbeitskraft und es liegt an dem/der Arbeitnehmenden die vertraglich vereinbarten Grenzen durchzusetzen. Die Arbeit wird sich nicht spontan Rücksicht anerziehen und aufhören an ihre Erledigung zu mahnen.

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