Urlaub ist Pizza

Urlaub nehmen, um Behördengänge zu erledigen und/oder „die Wohnung mal so richtig auf Vordermann zu bringen“? Erledigungen? Arbeit?

So fühlt sich das in meinen Augen an: Stell Dir vor Du hast ein Guthaben über zehn Pizzen. Pizza ist lecker, Pizza ist beliebt. Jede Pizza wird von Meisterhand auf Deinen Gaumen und jeden Deiner Wünsche abgestimmt. Aber: Du hast nur zehn Pizzen fürs gesamte Jahr und abseits dieser zehn Pizzen gibt es nur mäßige Kost: nüchterne Salate, zerkochte Nudeln mit Ketchup, lauwarme Linsensuppe.

Du hast also zehn Freifahrtscheine für grandiose Pizzen – so aufwändig oder brachial einfach und direkt wie Du magst. Zehn Pizza-Wünsche Deines persönlichen Pizza-Flaschengeistes. Diese zehn Pizzen sind Deine ganz besonderes, wohlverdiente Abwechslung, kleine, schmackhafte Insel im Meer der mediokren Mahlzeiten.

Und jetzt stell Dir vor jemand schlägt vor, doch auf eine dieser zehn Pizzen einfach mal etwas nüchternen Salat, eine Handvoll zerkochter Nudeln und lauwarme Linsensuppe zu packen – weil’s weg muss und praktisch wäre, das zu verbinden und Du denkst Dir: „Geh sterben, aber zügig! Jede Pizza ist eine heilige Auszeit von dem Mist, den ich sonst habe, da mache ich alles andere, nur nicht irgendwas, das annähernd eine Ähnlichkeit zu dem Normalfrass haben könnte!!“

Falls jemand überhaupt nicht mit dieser sehr anschaulichen Metaphorik mitziehen kann oder will, hier eine alternative Version:
Du läufst einen Marathon, bei dem Du nur dreimal was trinken darfst und jemand schlägt vor: „Trink doch die Bratensoße von gestern, die ist noch übrig und kann weg.“

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